7. Platz weltweit in der Teamwertung für das Team Duracell-Wiesel in München beim Wings For Life World Run 2017

Duracell-Wiesel rocken den Wings For Life World Run 2017

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Gerolsteiner.

 

57,14 und 25,84 Kilometer sind wir am vergangenen Wochenende für den guten Zweck gelaufen, und zwar beim Wings For Life World Run in München.
Bereits zum zweiten Mal sind wir in Deutschland an den Start gegangen und konnten sogar unser Ergebnis vom vergangenen Jahr um 6 und 3 Kilometer toppen. Da es fast 20 Grad kühler war als 2016, lief es dementsprechend auch besser für uns. Und auch wenn Dennis eher der Schönwetterläufer ist, konnte er wieder einen überragenden 6. Platz in München erlaufen. Wahnsinn!

 

Duracell-Wiesel belegen den 7.Platz beim Wings For Life World Run weltweit

 

Ein Jahr Planung und viele Duracell-Wiesel

Als dann endlich der lang ersehnte Tag näher rückte, wurde uns bewusst, dass wir knapp ein Jahr an unserem gemeinsamen Projekt mit Isa und Laura (Run Munich Run) gearbeitet hatten. Unsere Euphorie aus 2016 war so groß, dass wir beschlossen ein Team zu gründen – die Duracell-Wiesel.
Wir rechneten mit 50 Teilnehmern, erhofften uns 100 und am Ende waren wir 400! Damit hätten wir nie gerechnet. Wir konnten neben vielen LäuferInnen in München, auch viele App-Runner für unser Team gewinnen. Unser Ziel: so viel Leute wie möglich und somit so viel Geld wie möglich, zu spenden.
Am Ende konnten wir 3.954,42 Kilometer erlaufen, das sind im Schnitt 15,88 Kilometer pro Teilnehmer und das wiederum ist eine Wahnsinnsleistung. Danke an dieser Stelle an alle, die mitgelaufen sind: egal ob live vor Ort oder mit der App. Ihr seid wahre Duracell-Wiesel! Für alle Wiesel, die in München dabei waren, gibt es jetzt die Bilder vom Gerolsteiner-Refreshbogen. Dein persönliches Laufbild kannst du dir hier herunterladen.

 

Startunterlagen beim Wings For Life World Run in München

 

57,14 Kilometer und Platz 6 für Dennis

„Vierer Pace soweit, wie es geht!“ Nach diesem Motto wollte ich laufen und genau so bin ich auch in den Wettkampf gestartet. Noch einmal die 50 Kilometer erreichen wäre schon toll und insgeheim war das auch mein Ziel. Wenn es dann noch ein bisschen weiter geht, umso besser. Anders als zum Vorjahr lief ich diesmal zu Beginn nicht alleine. Mit Jan Regenfuss, Florens von der Decken und Nicklas Bock hatte ich eine starke Lauftruppe um mich herum.

13:00 Uhr, Regen von oben, Wind von vorne und ca. 10 C°, nicht gerade mein Lieblingswetter aber weglaufen bringt ja nichts, oder? Im Prinzip mussten wir ja alle davonlaufen – zwar nicht vor dem Wetter aber vor dem Catcher Car. Wie immer liefen wir zu schnell an. Anstatt 4:00 min/km, standen Kilometer für Kilometer 03:55 min/km, 03:51 min/km oder 03:57 min/km auf der Uhr. Wir waren zwar schneller als geplant, aber alle konnten das Tempo mithalten. Wir gehörten zwar mit dieser Pace nicht zur Spitzengruppe, liefen aber im vorderen Feld mit. Bis Kilometer 25 rollten wir wie ein Zug durch München und sammelten immer mehr Läufer ein. Während Jan ein bisschen Tempo runternahm, entschieden sich die anderen beiden bei Kilometer 35 „auszusteigen“ und diesen Lauf als einen Longrun zu nutzen. Somit bekam ich die letzten 10 Kilometer Windschatten, was in dieser Phase echt Luxus war.

Der Wind war vor allem auf den langen Geraden brutal. In solchen Momenten stell ich mir immer die gleiche Frage: „Warum gibt es eigentlich immer nur Gegenwind und nie Rückenwind?“ Bei Kilometer 35 ging die Reise dann für mich alleine weiter. Zum „Ziel“ waren es noch 15 Kilometer und dafür hatte ich 80 Minuten Zeit. Klang rein rechnerisch erst mal gut, aber es kann auf so einer Distanz eben auch viel passieren. Ich setzte mir also kleine Etappenziele (40 km, 45 km, 50 km usw.). Ich wurde zwar etwas langsamer, konnte das Tempo aber konstant halten. Und ich fühlte mich gut, das war das Wichtigste! So wieselte ich Meter für Meter, vorbei an der Marathonmarke, vorbei am 45-km-Schild und immer weiter und weiter.

 

Führende Gruppe beim Wings For Life World Run in München 2017

 

Als ich die 50 von weiten sah, schaute ich auf die Uhr und war überrascht, dass ich noch ca. 20 Minuten Vorsprung auf das Catcher Car hatte. „Geil!“, dachte ich mir. Von da an wusste ich, dass ich die 51 Kilometer aus 2016 knacken kann. Dies gab mir zwar einen zusätzlichen Motivationsschub, aber irgendwann kam auch ich an einen Punkt, wo ich keinen Bock mehr hatte. Dies war bei Kilometer 54 – dort wollte ich aufhören, am Verpflegungsstand noch die Cola genüsslich trinken und einfach nur auf das Catcher Car warten. Doch als meine Hand zur Cola greifen wollte, rief der vorbeifahrende Polizeimotorradfahrer: „So mein Junge, nun begleite ich dich weiter!“. „Oh nein“, dachte ich mir, „Ich kann diesen Mann doch jetzt nicht im Stich lassen.“ Ich konnte wirklich nicht mehr und ich frage mich bis heute, wie meine Beine in diesem Moment noch funktionieren konnten. Wahrscheinlich motivierten mich die Gedanken an Susi, meine Familie, Freunde und das Duracell-Wiesel Team, die mir alle die Daumen drückten und mit mir mitfieberten.

Nach 57,14 Kilometer überholte mich dann endlich das Catcher Car und ich fiel auf die Knie und küsste die Straße. Nachdem das ganze WFLWR-Team an mir vorbei fuhr und ich auf den Bus wartete, wollte ich vor Stolz weinen, aber es ging vor Schmerzen nicht. Zurück im Olympiastadion empfingen mich die liebsten Menschen, nahmen mich in die Arme und beglückwünschten mich.

Dieser Moment tat so gut, denn das hab ich mir nach dem schwierigen Start in die Wettkampfsaison einfach verdient. Dieser Moment bestätigt mir, dass wieseln geil ist. Dieser Moment ist einfach lebenswert!

 

Wings For Life World Run in München

 

25,84 Kilometer für Susi

Mein Ziel waren genau wie im letzten Jahr 25 Kilometer, das entspricht einer Pace von 05:04 min/km. Letztes Jahr an den Temperaturen und akutem Wassermangel zerbrochen, war für mich nach 22,22 Kilometer Schluss. Und ich hab mich gequält. Wirklich. Ich bin auf dem Zahnfleisch gekrochen. Umso schöner, dass es dieses Jahr geklappt hat und ich bei 25,84 Kilometer vom Catcher Car eingefangen wurde. Wahrscheinlich hätte ich die 26 noch gepackt, wenn ich nicht gedacht hätte, dass das Auto schon da ist. Am Ende hat’s dann doch noch 3 Minuten gedauert, bis es kam … Aber egal, Ziel erreicht und mega glücklich darüber, denn es lief super und ich konnte ab Kilometer 15 sogar noch anziehen. Dies bestätigt auf jeden Fall meine aktuelle Form und zeigt mir, dass die zwei Marathons und die vielen langen Pimmelläufe (langsame Läufe) einfach eine super Vorbereitung waren.
Einige aus unserem Team hatten sich bereits im Vorfeld zusammengetan und beschlossen die 25 Kilometer anzugehen. Bis Kilometer 7 waren wir alle zusammen, danach verteilte sich unsere Gruppe streckenbedingt. Genau wie im letzten Jahr, liefen Isa und ich zusammen bis Kilometer 15, danach fand ich sie zwischen all den Schafen, Ziegen und Läufern nicht wieder. Also setzte ich meine „Reise“ alleine fort. Ich kam ziemlich gut durch und konnte sogar noch einmal an Tempo zulegen. Mein inneres Ziel: Mindestens wieder die 22 Kilometer knacken, alles andere würde mich ärgern. Zum Glück lief es trotz Regen und teilweise Windböen sehr gut für mich und so konnte ich bei Kilometer 24 wieder auf Stefan und Marcel aufschließen. Die letzten Meter liefen wir dann gemeinsam und wurden bei 25,84 Kilometer „gecatcht“. Ziel erreicht und mega happy.

 

26 Kilometer beim Wings For Life World Run in München

 

Verpflegung während des Laufs

Aufgrund der extremen Bedingungen aus dem letzten Jahr (über 30 Grad, kein Wind, kein Schatten), hatte Susi beschlossen, mit ihrem Trinkrucksack zu laufen. So ist eine optimale Versorgung während des kompletten Laufs gesichert. Dieses Jahr spielte das Wetter jedoch nicht so mit und es regnete und regnete. Also diente der Trinkrucksack lediglich als Transporttasche für Gels, Handy, GoPro, Riegel, Taschentücher, Jacke etc. Die Trinkblase blieb zu Hause.

Auf der Strecke des Wings For Life World Run gab es aber sowieso alle 5 Kilometer einen Wasserstand von Gerolsteiner. Denn auch, wenn man bei kühlen Temperaturen weniger Durstempfinden hat, so verliert der Körper während sportlicher Aktivitäten Flüssigkeit. Diesen Verlust müssen wir also wieder ausgleichen, am besten natürlich mit Mineralwasser. Und weil man während des Sports nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe verliert, ist das richtige Wasser essenziell. Mit Gerolsteiner kannst du dich während des Laufs nicht nur erfrischen, sondern deinem Körper auch gleichzeitig wichtige Mineralien zurückgeben. Gerolsteiner hat dazu auch einen ziemlich coolen Mineralienrechner auf seiner Seite, wo du die bekanntesten Mineralwasser vergleichen kannst.

Da der Lauf auch erst um 13 Uhr begann, blieb ausreichend Zeit im Vorfeld genug zu trinken. So startest du bestens vorbereitet in den Wettkampf. Und auch nach dem Lauf solltest du deinen Wasserhaushalt wieder auffüllen.

 

Run Munich Run und runskills beim Wings For Life World Run in München 2017 im Olympiastadion

 

Was hat uns besonders am Wings For Life World Run gefallen?

Ein besonderes Erlebnis ist natürlich der Moment, wo das Catcher Car dich einfängt. Auch wenn man seine Pace und somit sein mögliches Ziel im Vorfeld errechnen kann, bleibt es doch immer bis zur letzten Sekunde spannend, wann das Auto tatsächlich kommt. Und selbst wenn das Begleitmotorrad dann das Catcher Car ankündigt und man eigentlich weiß, dass jeder Schlusssprint zwecklos ist, rennt man am Ende doch noch um sein Leben. Schließlich zählt jeder Meter.

Das Highlight für uns war natürlich in diesem Jahr unser Team. Am Raceday konnten wir dann noch das 400. Teammitglied bei den Duracell-Wiesel begrüßen, was uns natürlich mächtig stolz gemacht hat. Das Gemeinschaftsgefühl, der Teamgedanke und die vielen Leute, die man dadurch kennenlernen bzw. wiedersehen durfte, waren einfach jede Minute Arbeit wert. Das Feedback im Nachhinein war positiv und viele würden sich eine Fortsetzung der Wiesel wünschen. Wir werden auf jeden Fall unsere Köpfe zusammenstecken …

 

 

Outfit und Gerolsteiner Mineralwasser zum Wings For Life World Run in München 2017

 

Was hat uns weniger am Wings For Life World Run gefallen?

Leider müssen wir sagen, dass das für uns die letzte Teilnahme am WFLWR in München war. Das Konzept, die Idee und der Lauf an sich sind Weltklasse, aber leider hat sich am Standort München nicht viel getan im Vergleich zum letzten Jahr. Verbesserungsvorschläge und Kritik wurden scheinbar nicht aufgenommen.

Dieses Jahr sind 10.000 Läufer, also 2.500 Läufer mehr als 2016, an den Start gegangen. Das hat man zuerst bei der Gepäckabgabe gemerkt und später dann im Startbereich und auf der Strecke. Die Streckenführung ist nahezu gleich geblieben, hat aber leider keine Kapazitäten für 10.000 Läufer. Drängeln, treten, rüberboxen, dass alles passiert, wenn zu viele Leute auf schmalstem Wege unterwegs sind. Dass in diesem Jahr noch eine Herde Tiere unseren Weg kreuzte, machte die Situation leider nicht besser. Über 700 Tiere liefen einige Kilometer mit uns mit, weil sie scheinbar von einer umliegenden Wiese ausgebüxt sind. Schafe, Ziegen, Esel und eine Kuh gerieten natürlich in Panik und für einige endete das Ganze nicht gut. Wir haben ein totes Lamm gesehen …Wie so etwas passieren kann, bleibt natürlich fragwürdig und nun den Schuldigen zu suchen ergibt auch keinen Sinn, aber: Wie der Veranstalter im Nachgang mit diesem Ereignis umgegangen ist, ist beschämend und unprofessionell. Wir hätten uns eine Stellungnahme zu diesem Vorfall gewünscht, der definitiv eine Gefahr für Mensch und Tier darstellte. Leider wurde nur eine Pressemitteilung veröffentlicht, die die Situation in ein viel harmloseres Licht stellte. Wir waren dabei und haben es miterlebt. Wir können diese Meldung nicht bestätigen und sind deshalb zu tiefst enttäuscht, dass so mit diesem Ereignis umgegangen wird. Für den guten Zweck laufen, aber andere Lebewesen in Gefahr bringen. Nein, danke.

Dazu kommt, dass es zum dritten Mal in München keine Medaille gab. In anderen Austragungsorten jedoch schon, was natürlich sehr schade ist. Von Veranstalterseite aus gab es nur den Kommentar: „Wir dachten, von T-Shirts habt ihr mehr.“ Blöd nur, dass es genau das gleiche Shirt wie im vergangenen Jahr war. Enttäuschend! Auch wenn es um die gute Sache geht, man hätte gerne eine Erinnerung an diesen besonderen Tag und wenn, dann sollte man es weltweit einheitlich gestalten.

 

Fazit

Trotz allem war der Wings For Life World Run wie immer eine tolle Erfahrung und wir sind mächtig stolz auf unserer Leistung und auf die vielen Spenden, die wir durch unser Team sammeln konnten. Wir wollen auch im nächsten Jahr wieder gerne dabei sein, dann aber an einem anderen Standort. Vielleicht zieht es uns nach Polen oder in die Niederlande. Vielleicht gibt es dann auch wieder eine Neuauflage der Duracell-Wiesel. Cool wäre es schon!

An dieser Stelle möchten wir allen danken, die mit uns zusammen für den guten Zweck gelaufen sind, die mit der App von überall aus Deutschland gewieselt sind und alle, die uns bei dem Projekt Duracell-Wiesel unterstützt haben. Ein besonderer Dank geht an Gerolsteiner, die unsere Teammitglieder mit tollen Preisen überrascht haben, an Puma für die Outfits und an das Radlabor in München für die Leistungsdiagnostik.

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