Haspa Marathon Hamburg

Neue Bestzeit über die Marathondistanz – Haspa Marathon Hamburg

Moin Moin vom Haspa Marathon Hamburg,

obwohl nun schon einige Tage vergangen sind seit ich auf dem roten Marthonteppich die Ziellinie überqueren durfte, spüre ich noch immer das Hamburger Flair. Was ist es, warum die Hansestadt mich so begeistert hat? Ist es meine neue persönliche Bestzeit auf der Marathondistanz?
Ist es die tolle Strecke oder sind es doch die fantastischen Zuschauer am Streckenrand?

Ich möchte meine Eindrücke des Wettkampfes mit dir teilen und dich ein bisschen Hamburger-Luft schnuppern lassen.

 

Läufer beim Haspa Marathon Hamburg

 

Wie jeder Finisher weiß, beginnt ein Marathonwochende nicht erst am Sonntag beim Start sondern mindestens ein Tag zuvor zur Abholung der Startunterlagen oder beim Check-in der Schlafstätte. So auch bei uns.
Am frühen Samstagmorgen haben wir die Segel Richtung Hamburg gesetzt und kamen schnell im hohen Norden an.
Der Check-in lief ohne Probleme, da wir bei meiner Schwester pennen durften. Nach einem kurzen „Hallo“ und einem heißen Kaffee ging es für Susi und mich direkt auf die Messe. Angekommen auf der Messe trafen wir Alexandra und Timo von run2run und holten direkt unsere Startnummern ab. Mit den Nummern 1558 und 22004 (Susi & Alexandra liefen zusammen in einer Staffel) sollten wir am nächsten Tag auf die Strecke gehen.

Nach ein paar Runden durch die Messe ging es dann gemeinsam zum Carbo-Loading ins Vapiano. Dort verabredeten wir uns noch mit unseren Münchner Freundinnen Isa und Laura von runmunichrun und das Sechstett war dann auch schon komplett. Mit Nudeln, guter Laune und steigender Aufregung hatten wir einen super schönen Abend. Aber auch dieser ist irgendwann vorbei und es ging für jeden frühzeitig ins Bett um die Kräfte für den Wettkampf zu mobilisieren.

Piep, piep, piep: 6:00 Uhr und der Wecker dröhnte in meinen Ohren. Ich drehte mich aber nochmal um und döste noch eine Runde bis Susi mich um 06:45 Uhr aus dem Bett schmiss. Nun hieß es schnell ins Bad, Müsli mit Nüssen futtern und mein Outfit für den Wettkampf anziehen.
Ja, auch ich mache mir Gedanken was ich tragen werde. Dies geschieht aber schon einen Abend vorher im Kopf, damit es morgens beim Anziehen dann schnell geht.

Die nächsten Stationen hießen nun U-Bahn und Kleiderbeutelabgabe und mit einem Kuss von Susi verabschiedete ich mich ab in den Startblock. Dank meiner Marathonzeit aus Köln (02:49:56 h), die ich unbedingt unterbieten wollte, durfte ich fast ganz vorne im Block B starten. Die Sonne schien bei ca. 10°C und leichtem Wind.

Meinem Ziel die 02:45 h zu knacken stand eigentlich nichts mehr im Wege.

 

Das ist das Ziel des Haspa Marathon Hamburg

 

Punkt 09:00 Uhr fiel der Startschuss und die Elite wieselte davon. Mit einer Pace von 04:05 min/km starte ich ins Rennen. Die Strecke war von Anfang an Sightseeing pur. Das erste kleine Teilstück der Strecke ging an der Reeperbahn entlang und die Stimmung war von Beginn an famos.
Und das nächste Highlight hat nicht lange auf sich warten lassen und der nächste Zuschauer-Hotspot war direkt am Hafen. Mit Trommeln, Klatschen und Musik brachte das Publikum die Strecke zum beben. Meines Erachtens war hier die beste Stimmung auf dem gesamten Kurs.

 

Das Führungsfahrzeug beim Haspa Marathon Hamburg 2016

Die Elite beim Haspa Marathon Hamburg 2016

 

Das erste Drittel ging sehr schnell um und ich lag sehr gut in der Zeit. Zusammen mit einer Gruppe von Dänen und Schweden ging es durch den ca. 600 Meter rotbeleuchteten, langen Tunnel Richtung Jungfernstieg.
Mit „Eye oft he Tiger“ in Dauerschleife puschte die Musik einen durch den Tunnel, wo am Ende wieder das Publikum vor Begeisterung ausrastetete. Gänsehaut pur und nach dem Zieleinlauf eines meiner absoluten Highlights.

 

42,195 Kilometer gilt es beim Haspa Marathon Hamburg zu bezwingen

 

Mit so fiel Emotionen war auch die Halbmarathonmarke in einer Durchlaufzeit von 01:19 h und ein paar Zerquetschten erreicht. Ich lag voll über dem Plan und das nächste persönliche Highlight bei Kilometer 25 wartete bereits auf mich. Wie schon in Hannover supportete mich meine Familie am Streckenrand. Ausgestattet mit Fotoapparaten, Runskills-Bannern und Motivationsgeschrei unterstützten mich meine Lieben. Es fühlte sich an wie Rückenwind in Orkanstärke.

 

runskills Fans an der Strecke vom Haspa Marathon Hamburg

Der Fanclub von runskills ist auch beim Haspa Marathon Hamburg am Start

 

Nichtsdestotrotz wurden auch meine Beine immer schwerer und meine Motivation nahm exponentiell ab.
Die schwierigen Phasen eines Marathons lassen sich eben auch bei besten Bedingungen blicken. Dies war auch hier der Fall. Die letzten 8 Kilometer waren hart, sehr hart. Mit zunehmenden Gegenwind wurde die Strecke anspruchsvoller. Gefühlt fiel von nun an jede Minute ein Blick auf die Uhr. Bei jedem Kilometer rechnete ich, ob ich mein Ziel auch mit einem deutlich langsameren Tempo erreichen könnte.
Ich teilte mir das restliche Rennen in meinem Kopf in kleine Häppchen auf.
Noch 5, 4, 3, 2 Kilometer. Obwohl ich langsamer wurde, konnte ich einigermaßen das Tempo halten.
Mein gesetztes Ziel war in greifbarer Nähe. Der letzte Kilometer stand an und plötzlich stand da Susi und schrie so laut wie sie nur konnte.

 

„Noch einmal alles geben.“

Susi puschte mich und lief mit mir ein paar Meter mit. Ich war am Ende meiner Kräfte aber Susi ließ nicht locker – also hieß es noch einmal Arschbacken zusammenkneifen und wieseln was das Zeug hält. Mit der ultramegatollen Unterstützung von meiner Sus überquerte ich die Ziellinie in einer Zeit von 02:40:21 h. Deutlich schneller als mein gesetztes Ziel und somit 9 Minuten schneller als in Köln ein halbes Jahr zuvor. Der Emotionsflash kam sofort und ich war einfach nur glücklich und den Freudentränen nah – feucht waren meinen Augen auf jeden Fall.
Hammer Hamburg!

 

Endspurt beim Haspa Marathon Hamburg

Glücklich im Ziel beim Haspa Marathon Hamburg

 

Stolz wie Oskar und mit umgehängter Medaille ging es in die Athleten-Launch. Mit Gemüsebrühe, Obst, Schokolade und einer Massage lies ich es mir in der Halle gutgehen. Auf dem Weg zu meiner Familie traf ich noch den Gewinner des Hamburg Marathons Tesfaye Abera und machte sofort ein Foto mit ihm.

 

Die Läufer werden mit einer Medaille beim Haspa Marathon Hamburg geehrt

Die Medaille für den erfolgreichen Marathon beim Haspa Marathon Hamburg

 

Nach einer kleinen Fotosession am Ausgang ging es dann auch wieder nach Hause – ein toller Tag.
Danach hieß es für die Wiesenfamilie Nordseeluft in Freidrichskoog schnuppern und den verdienten Urlaub genießen, bevor es am Samstag wieder nach München ging.

In drei Woche steht nämlich das nächste Event an – zusammen mit Millionen anderen auf der Welt laufen wir dem Catcher Car beim Wings for Life Worldrun davon.

 

Endlich geschafft! Angekommen im Ziel des Haspa Marathon Hamburg

Im Ziel vom Haspa Marathon Hamburg

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