Von großen Zielen und gewaltigen Niederlagen – Jahresrückblick 2017 mit Dennis

Das Jahr 2017 geht langsam aber sicher zu Ende. Und genau in diesem Moment wird man ein wenig wehmütig und sentimental, denn man schaut rückblickend auf die vergangenen Monate und reflektiert, was man erreicht hat, welche Hochs und Tiefs man durchlebt hat und schmiedet bereits Pläne für das nächste Jahr. Heute nehme ich euch mit auf meinen Jahresrückblick 2017 und am Ende des Beitrags gibt es eine kleine Überraschung für euch.

Mein Jahr war aus sportlicher Sicht ein sehr ereignisreiches. Die letzten 365 Tage verliefen wie ein langer, anstrengender Trail durch das Gebirge. Es ging bergauf und auch bergab, die Wege waren teils steinig, aber ab und zu lief es glatt wie auf dem schnellen Asphalt. Es wurden Erfolge gefeiert, aber auch Enttäuschungen verarbeitet. Bis dato war es mein emotionalstes Jahr, was ich je erlebt habe …

 

Anfang 2017 – Neue Bestzeiten müssen her

Neue Bestzeiten: Mit diesem Ziel startete ich motiviert in das Jahr. 2016 lief für mich sehr gut und ich konnte überall meine Zeiten verbessern. Ich hatte das Gefühl, dass mich niemand stoppen kann und es immer weiter, höher und schneller geht. Die alten Zeiten aus 2016 über die Halbmarathon- und Marathondistanz sollten deshalb unbedingt geknackt werden. Ich hatte ein Ziel! So wie im Jahr zuvor, pickte ich mir für mein Vorhaben den Halbmarathon in Hannover und den Hamburg Marathon im April aus. Euphorisiert von der Stimmung in beiden Städten und den schnellen Strecken, sollten hier Bestzeiten fallen.

 

Tokyo Marathon – ein Schlag ins Gesicht

Doch das Leben schreibt eben seine eigenen Geschichten und so bekamen wir von ASICS das Angebot, ans andere Ende der Welt – zum Tokyo Marathon nach Japan – zu fliegen. Ich war natürlich megahappy und glücklich, einen weiteren Major-Marathon auf meiner Reise zu den „Big Six“ mitzunehmen. Also ging es Ende Februar nach Tokyo. Als Trainingslauf gedacht, riskierte ich alles – leider zu viel! Mit einem guten Start, aber später auftretenden Schmerzen und krampfenden Beinen, erreichte ich total erschöpft das Ziel. Übelkeit und Unwohlsein waren meine Begleiter über die 42,195 km und auch im Ziel konnte ich mich nur wenig über einen weiteren Sub3-Marathon freuen. Nicht weil die Leistung schlecht war, sondern weil ich weder den Lauf, noch die Stimmung genießen konnte. Ein Scheiß-Gefühl!

 

Finish beim Tokyo Marathon

 

 

Frühjahr 2017 – ein reines Auf und Ab

Ein paar Wochen später folgte schon die nächste Enttäuschung. Hannover war alles andere als ein schöner Halbmarathon für mich. Auch hier konnte ich nicht annährend an meine Bestzeit von 01:16 Stunden heranlaufen. Ich lag weit hinter meinen Erwartungen – das Pulver für das Frühjahr war einfach verschossen und ich machte das, was im Nachhinein das einzig Richtige war: Ich strich mein Vorhaben, den Marathon in Hamburg unter 02:40 Stunden zu laufen.

 

 

Ohne Ziel, aber auch ohne Druck ging ich in der Hansestadt an den Start und es war DER Glücksmoment, auf den ich das ganze Frühjahr gewartet habe. Ich lief keine Bestzeit, aber konnte meine Leistung wieder voller Freude abrufen und bestätigen. Es war wie ein riesiger Stein, den mir jemand von meinem Schultern nahm. Ich fühlte mich wieder freier und fand den Spaß am Laufen wieder. Dieses positive Gefühl nahm ich dann mit zum Wings for Life World Run in München. Ich machte einfach das, was ich am besten konnte: Wieseln. Und so wieselte ich weiter und weiter und konnte am Ende mit einem 6. Platz in Deutschland und 57,14 km, meinen Erfolg aus dem Vorjahr sogar toppen. 2016 lief ich zwar auf den 4. Platz, schaffte aber „nur“ 51,21 km. Ich konnte es also noch – lange und weit laufen. Meine Motivation war wieder da!

 

Herausforderung Trailrunning – meine ersten Gehversuche und gleich ein Sieg

Bereits im Jahr zuvor stand auf meiner Wunschliste Trailrunning ganz oben. Dass ich lange, weit und recht schnell laufen kann, das wusste ich. Nun war ich aber auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und neuen Reizen. Mein Jahreshighlight 2017 sollte der Stubai Ultratrail mit über 62 km und 5.000 Höhenmetern werden. Ein absolut verrücktes Vorhaben für einen Newbie wie mich. Den Stubai Gletscher kannte ich zuvor nur aus dem Winter und dann eher bergab als bergauf. Doch ich wollte mich dieser Herausforderung stellen und den Berg bezwingen. Als Vorbereitung hatte ich ein paar Trail-Wettkämpfe bestritten und konnte beim Fichtelberg-Ultra sogar gewinnen. Am 1. Juli um 1 Uhr nachts ging das Abenteuer Gletscherbezwingung los und nach knapp unter 11 Stunden erreichte ich völlig ausgepowert, aber voller Freude und Stolz den Gipfel. Definitiv mein emotionalster Moment des Jahres 2017.

 

Trailrunning-Equipment beim Stubai Ultratrail

Am Start und im Ziel des Stubai Ultratrail

 

Wenn du auch Lust auf den Stubai Ultratrail hast, dann schau dir unbedingt den Blogbeitrag dazu an:
Stubai Ultratrail hier lesen

 

Teamplayer: Ich schnupper Triathlon-Luft

2017 war das Jahr der neuen Herausforderungen. Nachdem ich in die Trailrunning-Welt eingetaucht bin, standen im Sommer zwei Triathlonteilnahmen auf dem Programm. Natürlich nur in der Staffel, ihr kennt ja meine „Swimmskills“ …
Ich übernahm bei der Challenge Regensburg und dem Ironman 70.3. in Zell am See den läuferischen Part und konnte mit beiden Staffeln einen Podestplatz erreichen – in Regensburg haben wir sogar gewonnen. Was für ein Erfolg!
Das war definitiv einer der schönsten Siege im Jahr 2017 und als Belohnung dafür, bekam ich den wohl schönsten Pokal, den ich besitze. Seit dieser Woche ist aber leider auch klar, dass wir vorerst die letzte Siegerstaffel in Regensburg bleiben, da der Veranstalter Insolvenz anmelden musste und die Challenge zunächst nicht mehr stattfinden wird.

 

Staffelsieger der Challenge Regensburg

Pokal des Ironman 70.3. in Zell am See

3. Platz Staffel Ironman 70.3. Zell am See

 

Auf dem Weg zu den „Big Six“ – meine Marathonreisen

Berlin, Chicago und Luzern hießen meine letzten Marathonstationen. Und mit Chicago im Oktober durfte ich einen weiteren Lauf der World Major Marathons finishen. Zwar zählt Berlin auch zu den großen Sechs, aber diesen habe ich bereits im Vorjahr gefinisht. Chicago war auch der erste Lauf in den Vereinigten Staaten. In Deutschland ist es toll zu laufen, in Asien ein wenig verrückt, aber in den USA einfach nur grandios. Die ganze Stadt, alle Menschen dort, leben „Marathon“ – vor und nach der Veranstaltung. Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, nächstes Jahr noch einmal gemeinsam mit Susi in Chicago zu laufen. Aber auch Bosten im Frühjahr und der New York-Marathon als krönender Abschluss im Herbst, stehen für nächstes Jahr auf dem Plan.

 

Medaille des Chicago Marathon

Der Brooklyn Halbmarathon in New York City, Brooklyn Bridge mit Läufer

 

Den Saisonabschluss 2017 hatte ich dann Ende Oktober in Luzern. Gemeinsam mit Susi ging es ganz nach dem Motto „Aufstehen, Schuhe anziehen, loslaufen und Spaß haben“, zwei Runden durch die Stadt. Positiv überrascht von der Vielseitigkeit der Strecke und der tollen Stimmung am Streckenrand, durften wir einen weiteren schönen Marathon erleben und das Jahr mit sehr vielen tollen Momenten und Erinnerungen abschließen.

In Zahlen heißt das am Ende des Jahres: 6 Marathons (davon 5 unter 02:50 Stunden), zwei Staffelteilnahmen bei Triathlonveranstaltungen, eine Gletscherbezwingung, Laufveranstaltungen auf 3 Kontinenten sowie unzählige Wettkampf- und Trainingskilometer.

 

2018 – Was kommt?

Alles in allem hat sich das Jahr für mich noch zum Guten gewendet und nach kleinen Startschwierigkeiten, konnte ich wieder den Spaß am Laufen und an Wettkämpfen finden. Ich habe vieles erreicht, habe unvergessliche Momente erlebt, habe wunderbare Orte bereist, mich nach Rückschlägen zurückgekämpft und meine Ziele niemals aus den Augen verloren. Aus den vermeintlichen Niederlagen habe ich gelernt, mich weiterentwickelt und neue Kräfte geschöpft.

Jetzt heißt es, den Fokus auf 2018 legen. Samt Trainingsplan, tollem Trainer und sehr viel Motivation im Gepäck bin ich bereit für das neue Jahr und neue, alte Ziele anzugehen. Mein Traum von einer Sub 02:40 über die Marathondistanz bleibt und daran arbeite ich. Außerdem stehen weitere großartige Läufe auf dem Plan. Es bleibt auf jeden Fall spannend und wird nie langweilig.

Ich hoffe, du wirst auch 2018 meinen Weg weiter mitverfolgen. Ich freu mich drauf!

 

Gewinne eine Überraschungsbox

An dieser Stelle möchte ich mich bei dir bedanken. Dafür, dass du hier immer mal wieder vorbeikommst, Kommentare und/oder Likes dalässt und mich auf meinem Weg begleitest. Dafür sage ich Danke und verlose heute eine Überraschungsbox, zusammengestellt von mir.

Alles, was du tun musst: Schätze, wie viele Kilometer ich in diesem Jahr gelaufen bin, und schreib es in die Kommentare. Auf Instagram und Facebook werden wir jeden Tag bis zum 01. Januar 2018 einen Tipp geben, der dich immer näher an die richtige Zahl bringt. Du kannst also jeden Tag einen Kilometer-Tipp abgeben. Der aktuellste Tipp von dir, wird am Ende des Gewinnspiels berücksichtigt.

Viel Glück!

Categories Laufmomente