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So klappt der frühe Vogel – Laufen am Morgen

Wir befinden uns gerade in der heißesten Zeit des Jahres – es ist Sommer in Deutschland. Überall gehen Menschen raus, essen Eis, gehen in den Biergarten und suchen Abkühlung im Freibad. Für uns Läufer ist diese Zeit allerdings eine kleine Herausforderung, denn bei Spitzenwerten bis zu 35 Grad, fällt das Laufen oft nicht leicht.

Wie du dich bei tropischen Temperaturen am besten verhältst, haben wir bereits in diesem Beitrag geschrieben.

Um aber den ganzen Problemen bei Hitze aus dem Weg zu gehen, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit!

 

Laufen am Morgen

 

Laufen am Morgen!

Noch vor Sonnenaufgang schnürst du deine Laufschuhe und begibst dich auf die Piste. Und bevor dein Körper merkt was da geschieht, befindest du dich bereits im Training.

Der Trend des „early birds“ ist vor allem in sozialen Netzwerken zu beobachten. Immer früher stehen Läufer auf, um vor Tagesbeginn ihr Sportprogramm zu absolvieren. Auch wir sind bekennende „frühe Vögel“ und nutzen die Zeit vor der Arbeit.

Die einen finden es „verrückt“, die anderen „könnten das nie“. Nichts verursacht mehr verwirrende Blicke, als die Aussage, dass man schon vor Sonnenaufgang sportlich aktiv war.

„Früh bin zu nichts in der Lage.“ oder „Ich schlafe lieber aus.“

Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Wir sagen dir, wie du es schaffst, morgens aufzustehen und zu laufen.

Laufen am Morgen

 

Mythos Early-Bird-Run

Einfach aufstehen und loslaufen – schön wärs. Für viele ist eine Sporteinheit am Morgen immer noch undenkbar und unvorstellbar. Doch der Reiz ist da!

Viele Mythen kreisen um den Lauf am Morgen. Von „Es ist gesund“ bis „Der Fettabbau wird beschleunigt“.
Aber was ist dran an all den Lobeshymnen?

 

Fettabbau:

Sorry, aber allein durch einen Lauf am Morgen ist noch lange niemand gertenschlank geworden. Am Ende des Tages wird abgerechnet, d.h. wie sieht meine Energiebilanz aus bzw. wie viel nehme ich durch Nahrung auf und im Gegenzug, wie viel verbrauche ich durch Bewegung.

Fakt ist, dass der Körper durch sogenannte „Nüchternläufe“ lernt, Fett früher als Energiequelle zu benutzen. Die Kohlenhydratdepots hingegen werden langsamer entleert (auch wenn es keinen Nüchternlauf gibt) und der Körper kann die vorhandene Energie besser nutzen – super für die Grundlagenausdauer. Und wer eine gute Grundlagenausdauer hat, der schafft auch vermehrt längere Läufe, welche wiederum mehr Kalorien verbrennen.

Tipp:

Bei einem komplett entleerten Glykogenspeicher, reicht auch die Fettverbrennung nicht aus. Der Körper holt sich dann Energie aus den Aminosäuren, die allerdings wichtig für das Immunsystem und die Muskulatur sind.
Vor dem Early-Bird-Run also einen Apfel / eine Banane essen oder eine Apfelschorle / ein Isotonisches Getränk trinken. Optimal für einen Nüchternlauf sind 30-60 Minuten, ansonsten beginnt trotz Apfel und Co. der Aminosäureabbau.

 

Laufen am Morgen

 

VORTEILE

Laufen am Morgen vertreibt nicht nur Kummer und Sorgen. Nein, Laufen am Morgen wird eine komplett neue Erfahrung für dich und dein Körper sein. Denn, …

  • du startest viel munterer und frischer in den Tag
  • du entgehst dem ganzen Trubel, denn die meisten Leute sind um die Zeit noch nicht auf Achse
  • die frische und reine Luft am Morgen, gerade im Sommer, ist unbezahlbar
  • du lernst deine Umwelt und die Natur von einer ganz anderen Seite kennen
  • du hast den Nachmittag bzw. Abend frei für andere Dinge
  • du kurbelst deinen Fettstoffwechsel an
  • auch Allergiker können am Morgen, dank wenig Pollen, aufatmen

Gerade die Einsamkeit und die klare Luft am Morgen, werden von „early birds“ geschätzt und geliebt. Und es gibt einfach nichts besseres auf der Welt, als zu wissen, was man getan hat und sich schon während des Laufs auf sein Frühstück zu freuen.

 

NACHTEILE

Gibt es KEINE!

Natürlich könnten wir jetzt auf Krampf ein paar Dinge aufzählen, die „negativ“ an Morgenläufen sind, aber ganz ehrlich: Das sind doch alles nur Ausreden. Klar, ist es am Anfang eine Gewöhnungssache und eine Umstellung, vor der Arbeit oder der Uni aufzustehen und zu sporten. Und es ist auch am Anfang nicht so leicht, sich an das Nüchtern-Laufen zu gewöhnen. Dennoch ist es nur eine Frage des „Wollens“!

Will ich morgens Laufen? Bin ich bereit mein Bett eher zu verlassen? Kann ich meinen Schweinehund überwinden?

Ja, es gibt diese Früh- und Nachtmenschen. Und ja, jeder hat so seinen Rhythmus – aber im Grunde genommen, ist es nur eine Kopf- und Gewöhnungssache.

Wir sagen das einfach mal so ganz frech, da wir selbst auch mal Langschläfer waren und am Wochenende bis in die Morgenstunden gefeiert haben. Es gab auch Zeiten im Studium, da ist man vor 11 Uhr nicht aus dem Bett gekrochen. OK, zu dieser Zeit hatten wir dann eben andere Prioritäten. Aber ehrlich gesagt, wären wir auch da in der Lage gewesen, diese zu ändern.

Laufen am Morgen

 

11 Tipps für deinen Lauf am Morgen

Du bist bereit deinen Tagesablauf umzustrukturieren? Du bist fest entschlossen ein „early bird“ zu werden? Dann kriegst du jetzt die perfekten Tipps, wie dein erster Morgenlauf ein Erfolg wird.

  1. Überleg dir, wann und wie lange du vor hast zu Laufen.
  2. Wenn du unter der Woche läufst, dann erstelle dir einen Plan, wann du loslaufen musst, um keine Zeitprobleme zu bekommen. Denk dran, du musst noch arbeiten und Stress kann keiner gebrauchen!
  3. Geh früh schlafen, damit du morgens fit und munter bist. 4 stunden Schlaf sind mit Sicherheit keine gute Grundlage für einen erfolgreichen Early-Bird-Run!
  4. Kein Alkohol und keine fetten Parties!
  5. Iss etwas anständiges. Du musst jetzt kein übermäßiges Carbo-Loading betreiben, aber eine gute Mahlzeit am Abend gibt dir die Kraft, die du am Morgen benötigst.
  6. Nimm dir nicht zu viel vor! Dein erster Morgenlauf sollte vielleicht nicht gerade 30 km lang sein.
  7. Leg dir deine Klamotten am Abend zu vor raus und stelle deine Schuhe vor dein Bett. Jetzt gibt es kein zurück mehr!
  8. Du willst z.B. um 5 Uhr Laufen gehen – dann stell dir den Wecker etwas früher und döse noch ein bisschen im Bett. So kannst du in aller Ruhe wach werden und dich langsam aber sicher bereit machen.
  9. Trinken! Über Nacht verlierst du eine Menge Flüßigkeit. Trinke deshalb auf jeden Fall Wasser bevor du losläufst. Wir trinken meistens eine Halbe- bis Viertelstunde vorher ein Glas Wasser.
  10. Essen! Das ist Typabhängig. Wir essen nichts, aber eine Banane oder ein Power-Riegel helfen den meisten, um etwas in Schwung zu kommen. Außerdem wird eine leichte Nahrungsaufnahme empfohlen, damit nicht der Aminosäreabbau eintritt.
  11. Anstrengende Intervalle oder Tempotraining solltest du lieber auf die späteren Stunden verlegen, da durch das lange Liegen die Gelenkflüssigkeit zäher ist. Laufe deshalb langsam und entspannt los.

 


 

Du siehst, es ist gar nicht so schwer, sich für einen Morgenlauf aufzuraffen. Wenn du dich an ein paar „Regeln“ hältst und es langsam angehen lässt, dann bist du schon ganz bald ein Early-Bird!

 

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Categories Motivation und Tipps