Auf nüchternen Magen laufen – ein Selbstversuch

Sonntag ist “Langer Lauf  Tag”, denn man hat Zeit und somit keine Ausreden warum man den heute nicht laufen kann.
Normalerweise sieht bei uns ein Start in den Sonntag so aus:
Gegen 8 Uhr +/- ne Stunde aufstehen. Chillen. Frühstücken. Gegen 11 +/- ne Stunde zum laufen aufbrechen.

Heute Morgen allerdings kam uns spontan die Idee, aus dem Bett zu hüpfen und direkt los zu laufen.
Dennis hatte schon seine Zweifel, ob das wirklich so eine gute Idee ist. Aber warum nicht?
Immerhin machen das Hochleistungssportler auch, um ihren Fettstoffwechsel zu trainieren. Dann dürfen das kleine Hobbyläufer doch auch, oder?
So ganz ohne was im Magen wollten wir es aber nicht riskieren, denn heute standen 90 Minuten Dauerlauf auf dem Programm und das leckere Auberginenschiffchen bzw. der fette Burger vom Vorabend waren schon längst verdaut.
Mal sehen, was der Vorratsschrank so hergibt. Da gibt es Nüsse, Datteln, Reiswaffeln, Obst (Banane, Apfel, Birne, Melone), Müsli und etliche Muse (Mandeln, Erdnuss…). Zu was würdet ihr greifen?

Wir entschieden uns für eine Handvoll Mandeln, ein Glas Wasser (Susi pur, Dennis mit Magnesium), ein paar Datteln, für Dennis gab es legga Banane und für Susi den viiiiiel leckererererereren Rest Erdnusmuss Crunchy *yumm yumm*
Wichtig! Viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Unten an der Tür trennten sich dann unsere Wege (wie immer) und jeder lief seine Strecke.

Der Selbstversuch “Laufen auf nüchternen Magen” kann beginnen!

Squeezy, Ausdauerlauf, nüchtern

Erfahrung Susi:
Die ersten 30 Minuten liefen ohne Probleme. Von Hunger keine Spur. Im Gegenteil. Mit leeren Magen bzw. Darm läuft es sich “befreiter”. Kein unnötiges pupsen, kein Zwicken, keine Krämpfe. I LIKE !
Nach ca. 45 Minuten wurde mir etwas heiß, da die Sonne schon ordentlich Power hatte. Typischer Fehler: Kein Wasser am Start.
Da meine Route durch Wald und Park verlief, hatte ich Glück und ich konnte “entspannt” im Schatten laufen. Bis hier hin keinerlei Probleme oder Anzeichen von Schwäche. Nach 1 Stunde jedoch merkte man, dass der Körper langsam keine Reserven mehr hat. Gut das ich die Allzweckwaffe Squeezy dabei hatte. Ist zwar ekelhaft und man bekommt noch mehr Durst, dafür gibt’s nen fetten Energieschub und man läuft erstmal munter weiter. Am Ende des Laufes hat man schon die Kraftlosigkeit gespürt, aber das hat man mit oder ohne Essen im Magen, sowieso.

Fazit: Hätte nicht gedacht, dass der Körper noch so viel Restreserven hat, an denen er zerren kann. Habe mich ziemlich gut gefühlt, bis auf das Durstgefühl. Vielleicht wäre es aber ohne Power-Gel am Ende aber doch eine Qual geworden?
Das kann gut möglich sein. Mega-Pluspunkt bei der ganzen Sache: Man hat keine Magen-/Darmbeschwerden.
Ich werde es weiter probieren!

Denize

Erfahrung Dennis:
Ich war anfangs nicht so von der Idee begeistert, auf leeren Magen zu laufen, da wir in den letzten Wochen gut mit unserem Morgenritual zu recht kamen aber Susi hat mich totgequatscht und so blöd fand ich die Sache dann doch nicht.
Wie schon gesagt, ohne einen kleinen Snack wollte ich nicht los laufen. Hab mir nen halben Liter Wasser mit Magnesium genehmigt (zur Vorbeugung von Krämpfen), paar Datteln (perfekt), ne Banane und ne handvoll Mandeln.
Heute bin ich 21 km gelaufen und hab mich soweit gut gefühlt und keinerlei Probleme gehabt. Ich konnte keinen Unterschied zu sonstigen Läufen feststellen.

Fazit: Hätte ebenfalls nicht gedacht, dass es so gut funktioniert. Allerdings hatten wir schon beide einen kleinen Snack.
Ich denke man sollte nicht so ganz nüchtern laufen. Wenigstens ne Banane und Wasser. Dann kann eigentlich nichts schief gehen.

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Nach dem Lauf ist vor dem Frühstück. So zumindest heute bei uns!
Wir haben die Zähen zusammen gebissen und es durchgestanden. Jetzt gibt es unser verdientes Powermüsli.

Frühstück

Power-Müsli à la Dennis (links) und Power-Müsli à la Susi (rechts)

Zutaten:

  • Haferflocken
  • Chia-Samen-Müsli (vegan)
  • Amaranth gepoppt
  • Leinsamen
  • Dinkel-Flocken
  • Sojamilch (light und Ganze Bohne)
  • Birne
  • Honigmelone

 


Was sind eure Erfahrungen mit Laufen auf nüchternen Magen? Kommt ihr damit gut klar oder braucht ihr auf jeden Fall was im Magen? Wenn ja, was? Wir sind immer interessiert an neuen leckeren Frühstückskombinationen.

DS