Laufen bei warmen Temperaturen oder Warum der Schweinehund keine Chance hat

Panorama

Es liegt auf der Hand. Eine warme Briese weht um die Nase. Sonnenstrahlen scheinen durch die Grashalme. Die Grillen zirpen. Der erste Sonnenbrand legt sich auf die Haut. Die Hosen und Röcke werden kürzer. Flip Flops werden aus dem Schrank gekramt… es ist nicht zu übersehen: Der Sommer steht in den Startlöchern.

Apropros Startlöcher: Dieses Sommerwetter lädt doch nicht nur zum Eis essen und chillen ein, sondern auch zum laufen. Zumindest hat man das Gefühl, wenn man sich auf den Straßen bzw. in den Parks umsieht. Auf einmal kommen sie alle förmlich aus dem Boden geschossen – die “Nachbarsläufer”, die “Schönwetterläufer”, die die schon “lange nicht mehr laufen waren und endlich mal wieder laufen gehen müssen”. Herrlich. Aber wer erkennt sich darin nicht wieder? Jetzt gibt es nämlich keine Ausreden mehr. Von wegen “… es sieht nach Regen aus”, “… es ist zu windig”, “… es ist zu glatt”, “… es ist zu dunkel”. Der Schweinehund hat Sendepause. Er hat keine Chance gegen seine harten Konkurrenten namens “Sonne”, “Wärme” und “Blauen Himmel”.

Aber sind die sommerlichen Temperaturen wirklich so toll zum Laufen? Man hört und liest ja vieles darüber.
Heute und gestern waren wieder solche Tage. Ich mag die Sonne und ich mag den Sommer aber ich LIEBE den Winter und die Kälte. Steht der Sommer vor der Tür, dann krieg ich meistens wieder Horrorgedanken, wie ich am Straßenrand liege und abkrepel. Ich bin nämlich auch kein Fan von Sauna. Wie kann man sich freiwillig in einen kleinen Raum “einsperren” lassen und sich dann stundenlang bei unmenschlichen, tropischen Temperaturen braten lassen? Und dabei auch noch rumsitzen und das Ganze “genießen”. Unbegreiflich für mich.Ich verbinde mit solchen Temperaturen eigentlich nur die Tatsachen, dass ich fauler bin, alles anstrengender ist und bei jeder Bewegung mein Körper die doppelte Leistung als sonst abrufen muss.

ABER: ICH STELLE MICH NATÜRLICH JEDER HERAUSFORDERUNG. DENN: ICH BIN JA KEIN WEICHEI!

Also, bin ich jetzt immer bei warmen bzw. heißen Temperaturen unterwegs und trainiere so langsam meinen Körper für diese Extreme. Immerhin wollen wir Mitte Juni beim Dresdner Stadtlauf mitmischen und da muss und will ich fit sein. Ich versuche trotzdem entweder morgens (am Wochenende) oder abends (unter der Woche zu laufen) und selbst das geht ohne eine Flasche Wasser nur schwer.

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Ich hab mich ein wenig schlau gemacht und recherchiert, wie man das Laufen bei Hitze erträglicher machen kann.

  1. Man hört es oft, man kann es wahrscheinlich auch kaum noch hören, aber: Viel trinken ist eben das A und O. Vor dem Lauf am Besten mal nen großen Hieb Wasser oder noch besser nen großen Hieb vom ISO-Trink (wegen den Mineralien und so) nehmen. Bei längeren Läufen, ab 1 Stunde auf jeden Fall ein Wasser dabei haben, um einen Kreislaufkoller zu vermeiden.
  2. Morgens oder Abends laufen, denn: am Mittag steht die Sonne am Zenit und hat mächtig Power.
  3. Die richtige Kleidung: Bitte keine lange schwarze Hose. Schwarz zieht die Sonne an und es gibt doch nix besseres, als eine kurze, luftige Laufhose. Beinfreiheit für Alle! Natürlich bietet sich Funktionskleidung an, die schnell trocknet und locker zu tragen ist. Ich bevorzuge eigentlich immer TankTops. Freie Arme für Alle! 🙂
  4. Brennt die Sonne so richtig, brennt auch der Kopf so richtig. Zwar regulieren wir einen Großteil unseres Temperaturhaushaltes über den Kopf, aber wenn es Temperaturen um die 30 Grad sind, dann lieber einen schicken Scheppdeckel aufsetzen.
  5. Ich mag es nicht, aber soll auch wichtig sein: Die Sonnenbrille.
  6. Die Route: Ob wir durch die Innenstadt Berlins laufen oder durch die schönen Felder der Lüneburger Heide ist wohl ein riesen Unterschied. Warmer Asphalt und muffige Abgase sind nicht nur nicht schön, sondern machen das Laufen im Sommer noch unerträglicher. Lieber durch den Wald. Dort gibt es neben einer wunderschönen Flora und Fauna auch noch Schatten. Ist das nicht super. Gut aushalten lässt es sich übrigens auch am Wasser. Also einfach mal ne neue Route aussuchen!
  7. Kalt duschen. Hab ich persönlich noch nie ausprobiert, soll aber helfen. Vor dem Lauf eine kalte Dusche nehmen. Das senkt die Körpertemperatur schon vor Beginn des Trainings, d.h. der Körper hat eine größere Hitzetoleranz.
  8. Ein kühles Blondes als Belohnung. Ob Radler (auch: Alster genannt), Weizen oder alkoholfreies Bier: Man darf sich im Sommer nach einem Trainingslauf auch mal belohnen und einen zischen.

Ein Fan von “Sommerläufen” bin ich zwar noch nicht, aber ich gewöhne mich dran und lerne auch langsam die Vorzüge kennen.


Und was ist mit Euch? Wann lauft ihr am liebsten? Blüht ihr bei einem heißen Sommerlauf so richtig auf oder seid ihr auch eher die Schneekönige? Habt ihr noch Tipps, wie man den Lauf angenehmer gestalten kann? Dann lasst es uns wissen.

DS

 

 

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