Uli Plaumann vom Radlabor in München

Podcast-Folge #20 Bikefitting: Rad- und Körpervermessung für jedermann – Interview mit Uli Plaumann vom Radlabor in München

Bikefitting, Satteldruckanalyse, Pedalkraftanalyse – klingt alles technisch kompliziert und ist nur was für Profis?
Überhaupt nicht! Bei einem Bikefitting werden du und dein Rad vermessen und das Rad so eingestellt, wie es für dich passt. Somit kannst du über einen längeren Zeitraum bequem sitzen und die nächste Radtour noch ausgiebiger genießen. Dies ist nicht nur für ein angenehmeres Fahrgefühl wichtig, sondern beugt auch die Provokation von Problemen z.B. im Rücken vor.

„Radfahren ist ein Verschleißsport, d.h. es kommt mit der Zeit. Kann sein, dass es 10 Jahre gut läuft, und dann ist man irgendwie in dem Moment, wo das Knie quasi schon Probleme abbekommen hat – und dann tuts plötzlich weh.“

Hier kannst du dir das Interview mit Uli Plaumann vom Radlabor in München zum Thema Bikefitting in voller Länge anhören:

Man sagt ja, wer einmal Fahrradfahren kann, verlernt es nicht mehr. Für viele ist das Rad nicht nur ein Mittel zum Zweck, um zum Beispiel zum Einkaufen oder zur Arbeit zu fahren, sondern viele erfreuen sich auch am Fahrerlebnis. Mit dem Renner eine große Tour machen oder mit dem Mountainbike durch die heimischen Wälder – radeln ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Vor allem durch die “neuen” E-Bikes können auch ältere Leute und Menschen, die am Anfang ihrer Fitness-Karriere stehen, wieder in den Genuss von Radausfahrten kommen.

Für diese Menschen, sowie Hobby-Athleten und Leistungssportler, ist ein Bikefitting empfehlenswert – also eigentlich für alle, die gerne Radfahren und Freude daran haben.

Dank Bikefitting zu einem besseren Fahrgefühl und -erlebnis

Mountainbike in den Bergen
Copyright: Radlabor München

In der aktuellen Podcast-Folge sprechen wir genau über dieses Thema mit Uli Plaumann vom Radlabor in München. Uli ist dort Laborleiterin und selbst passionierte Radfahrerin. Also eine absolute Expertin in Sachen Bikefitting.

Seit 2018 ist Uli im Radlabor und macht dort neben den Bikefittings auch Leistungsdiagnostiken und Trainingsbetreuung. Das Radlabor gibt es nicht nur in München, sondern hat auch Standorte in Frankfurt und Freiburg, dort wo es 1997 aus dem Olympiastützpunkt heraus entstanden ist.

Im Interview verrät sie uns, was bei einem Bikefitting genau gemacht wird, warum es besonders wichtig für Menschen ist, die nicht so viel Radfahren, und warum man vor dem Kauf eines neuen Rads zur Neukaufberatung kommen sollte.

„Das darf nicht die Angst sein. Das höre ich nämlich auch manchmal: Ich geh lieber nicht zum Bikefitting, weil dann rauskommt, dass mein Rad gar nicht passt.”

Vielleicht kennst du das auch: Beim Sitzen auf dem Sattel rutschst du hin und her, weil du keine angenehme Sitzposition findest, deine Hände schlafen ein oder dein Rücken tut weh. Das alles können Indizien dafür sein, dass dein Fahrrad nicht optimal auf deinen Körper abgestimmt ist. Eventuell hast du auch den falschen Sattel oder die Rahmengröße passt nicht zu dir. All diese Probleme können beim Bikefitting gelöst werden. Aufgrund der exakten Daten, die bei der Körpermessung ermittelt werden, können dir Uli und ihre Kollegen Empfehlungen aussprechen und dir genau sagen, was für dich die richtigen Produkte sind.

Bikefitting für Frauen – Besonderheiten und Unterschiede

2018 hat Dennis beim ProAm Jedermann-Radrennen in Hannover teilgenommen. Während ich am Streckenrand stand, um Dennis anzufeuern, konnte ich beobachten, dass das Starterfeld hauptsächlich aus Männern bestand. Das fiel übrigens auch dem Moderator dieser Veranstaltung auf – im Ziel schnappte er sich ein paar der wenigen weiblichen Teilnehmerinnen und bat sie darum ein wenig Werbung für den Radsport zu machen und andere Frauen zur Teilnahme zu animieren. Man kann also sagen, dass der Radsport auch heute noch eine Männerdomäne ist.

Deshalb wollten wir im Gespräch mit Uli auch über Frauen im Radsport sprechen, um so das Thema Bikefitting für weibliche Radfahrerinnen etwas zugänglicher zu machen. Der Hauptkunde im Radlabor ist – so Uli – nämlich immer noch männlich, um die 40 Jahre alt, der sich gerade ein Rad gekauft hat und nun damit sportlich loslegen möchte.

Rennrad im Radlabor in München
Copyright: Radlabor München

„Auch weil Radsport an sich eher eine Männerdomäne ist, aber – und das finde ich ganz schön – es kommen jetzt auch immer mehr Frauen.“

Aber es tut sich was: Die Szene verändert sich und so gibt es mittlerweile extra Frauenmarken wie z.B. Liv oder spezielle Frauenlinien. Ein Grund, dass jetzt schon mehr Frauen ins Radlabor kommen, liegt mit Sicherheit auch daran, dass es mehr weibliche Mitarbeiterinnen gibt. So fällt es den Kundinnen leichter, über “Problemzonen” zu sprechen.

Im Podcast verrät uns Uli außerdem, worin der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Bikefitting liegt, warum man lieber auf weiche Gel-Sattel verzichten sollte und warum wir bei Radhosen am besten Typ “Presswurst” wählen sollten.

Hör jetzt in die Folge mit Uli Plaumann vom Radlabor in München rein. Viel Spaß!

Shownotes zur Folge

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