Laufband

Am laufenden Band. Gib dem Laufband eine Chance!

Bei dem Begriff “Laufband” denken die meisten sicher an ein eingestaubtes und eingerostetes Fitnessgerät, was sich Mutti damals zu Weihnachten gewünscht hat, damit sie endlich wieder mehr Sport machen kann. Die ersten zwei Wochen in Dauerbetrieb, verkommt das einst so geliebte Laufband früher oder später unten im Keller. Einsam fristet es dann sein Leben in einer dunklen Ecke und wird, wenn überhaupt, als Kleiderständer missbraucht.
So in etwa sieht tatsächlich das Leben von Millionen von Laufbändern weltweit aus. Wir finden, dass dieses Dasein wirklich kein Fitnessgerät dieser Welt verdient hat. Aber zum Glück haben sich die Zeiten geändert. Immer mehr Sportler erkennen die Vorteile des Laufbandes und nutzen diese für ein effektives Training.

Wie die meisten Läufer auch, stellen wir uns oft die Frage: „Mach ich heut meine Runde draußen im Park oder laufe ich die Kilometer auf dem Laufband runter?“ Das geht jeden Runner von uns so, der irgendwo Zugriff auf ein Laufband hat. Sei es zu Hause oder im Fitnessstudio ums Eck. Je nach Situation fällt dann die Entscheidung anders aus. Na klar schlägt jedes Läuferherz höher, wenn einem die frische Brise um die Nasenspitze weht und man nach einem erfolgreichen Lauf die Sonnenstrahlen auf der Haut fühlt. Doch es gibt ebenfalls viele gute Gründe und Argumente einmal auf das Laufband zu wechseln. In der folgenden Lese-Etappe werden wir dir das Laufen auf dem Band ein bisschen schmackhafter machen.

Laufband in einem Fitnessstudio


6 riesige Vorteile auf ein Laufband zu gehen!

Wenn man uns spontan fragt, wo wir lieber laufen, dann fällt die Entscheidung ganz schnell: Draußen in der Natur – ist doch ganz klar. Doch es gibt auch Situationen, wo das Band ganz klare Vorteile bietet.

  1. Der größte Vorteil liegt ganz klar in der Wetterunabhängigkeit. Egal ob Hitze, Sturm, Regen, Hagel oder Gewitter – auf dem Laufband geht’s immer. Ab jetzt hast du keine Ausreden mehr, nicht zu laufen! Auch das Laufen in der Dunkelheit kann man mit einem Laufband leicht umgehen. Das nimmt, vor allem dem weiblichen Geschlecht, die Angst vor gewalttätigen Übergriffen.
  2. Für Kombi-Einheiten (Laufen + Gerätetraining) ist das Laufband im Fitnessstudio eine ideale Alternative. Hier erreicht man durch das schnelle Wechseln zwischen den Geräten eine enorme Zeitersparnis. Auch kurze Einheiten zwischen alltäglichen Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Kochen oder Homeoffice sind mit einem eigenen Laufband möglich.
  3. Ein weiteres Pro-Argument für das Band ist die Möglichkeit während des Laufs seine Lieblingssendung oder die Tagesnachrichten zu verfolgen.
  4. Die Gestaltung der Trainingseinheiten. Je nach Bedarf, Trainingsplan und körperlicher Situation kann man sich unterschiedliche Geschwindigkeiten, Steigungen und Intervalle einstellen. Außerdem erspart man sich beim Steigungstraining am simulierten Berg das risikoreiche herunterlaufen. Das schont vor allem Knie- und Fußgelenke.
  5. Perfekt für deine Lauftechnik. Auf dem Laufband kannst du super deine Körperhaltung und deine Technik kontrollieren. Ist deine Kopf-, Rücken- und Armhaltung richtig? Setzt du die Füße richtig auf? Machst du gleich große Schritte?
  6. Kalorien-Killer. Bis zu 600 kcal/Stunde.

8 Tipps wie du einen perfekten Lauf hinlegst.

Jetzt hast du mega Bock aufs Laufband zu gehen?! Kein Problem, nur leider machen gerade Anfänger viele Fehler bei ihren ersten Gehversuchen auf dem Fitnessgerät. Mit diesen Tipps kommst du sicher nicht unters Band.

  1. Beginne nicht zu schnell! Taste dich langsam an das neue Laufgefühl heran.
  2. Halte Körperspannung und vermeide ein Hohlkreuz.
  3. Halte deine Arme im 90 Gradwinkel und lasse die Schultern locker. Angespannte Schultern können zu Kopfschmerzen führen.
  4. Lieber kleine, als zu große Schritte. Somit sparst du Kraft.
  5. Du bist kein Grashüpfer, also hüpfe nicht und versuche die Auf und Ab Bewegungen so gering wie möglich zu halten.
  6. Halte deinen Kopf ruhig und schaue nicht umher. Du kannst so das Gleichgewicht verlieren und stürzen.
  7. Laufe auf der Mitte des Bandes damit du jeder Zeit den Notknopf drücken kannst. Läufst du zu weit hinten, kannst du ebenfalls stürzen.
  8. Halte deinen Oberkörper und deinen Kopf ruhig und  nach vorne gerichtet. Das fordert zusätzlich die Dynamik.

So kaufst du das richtige Laufband!

Der schlechte Ruf war gestern: Durch hochmoderne Dämpfungstechnologien ähnelt ein neuartiges Laufband dem Lauf auf einem Waldboden. Das ist vor allem für etwas schwerere Läufer von Vorteil.
Auf dem Laufband laufen heißt allerdings nicht, barfuß zu laufen. Gute und individuelle Laufschuhe sind wie immer Pflicht.
Und falls du keine Lust auf ein Fitnessstudio-Abo hast und lieber zu Hause trainieren möchtest, dann käme für dich die Anschaffung eines Laufbandes in Frage. Natürlich muss so eine Investition gut überlegt sein, denn gute Laufbänder fangen meist erst im vierstelligen Bereich an. Nach oben gibt es wie bei den meisten Produkten natürlich keine Grenzen. Aber auch hier bewahren sich olle Floskeln wie “Qualität hat Ihren Preis.” oder “Wer billig kauft, kauft zweimal”.

Worauf du beim Kauf also unbedingt achten solltest, sind folgende Punkte:

  1. Bestehe immer auf eine gute Beratung.
  2. Lasse dir alle Funktionen genau zeigen und erklären.
  3. Achte auf eine lange und breite Lauffläche.
  4. Testen, testen, testen! So bekommst du am besten ein Gefühl für das Band.
  5. Handel eventuell noch einen Brustgurt für die Herzfrequenzmessung raus.

Yippie!Du hast ein Laufband erworben. Aber Vorsicht. Auch hier gibt es Punkte, die du nach dem Kauf beachten solltest.

  1. Stelle sicher, dass durchs Laufen bzw. des Auftretens kein Nachbar neben,unter oder über dir gestört wird.
  2. Lege einen Teppich oder besser eine dickere Schaumstoffmatte unter das Laufband, um die Eruptionen zu vermindern.
  3. Die Deckenhöhe muss ausreichen! (Bsp.: Höhe des Laufbands 0,3 m + Größe des Läufers 1,80 m + 0,5 m Puffer = 2, 6 m Deckenhöhe)
  4. Schalte das Radio ein oder noch besser, den Fernseher. Denn ohne Eindrücke von außen wird das Laufen eintönig und langweilig.
  5. Stelle das Laufband in einen Raum, wo du jeden Tag dran vorbei läuft, ansonsten: Aus den Augen, aus dem Sinn!
  6. Dekoriere deinen Fitnessraum mit Sprüchen, Fotos und visualisierten Zielen, um motiviert zu bleiben.

Beachtest du all diese Tipps, bleibt das Laufband ein Laufband und wird nicht zum Staubband. Also Quick Start und los geht´s.

Wir hoffen, das wir dich ein bisschen mehr für das Laufband begeistern konnten. Wenn du also über all die Vorurteile hinwegsehen kannst und dich auf diese neue Erfahrung einlässt, dann wirst du ganz sicher das laufen auf dem Band lieben lernen.


Was ist mit dir? Bist du ein “Laufband-Gegner” oder ein “Laufband-Liebhaber”?Und wenn du Tipps hast, wie man sein Training noch spannender und individueller gestalten kann, dann lass es und wissen und hinterlasse deine Insider-Tricks unten im Kommentarfeld.

Categories Motivation und Tipps